Webseiten-Bericht für acdc-landwirtschaft.ch

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ACDC präsentiert natürlichen Pflanzenschutz

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Überschriften

H1 H2 H3 H4 H5 H6
1 9 19 6 15 12
  • [H1] Blühstreifenfür Nützlinge
  • [H2] Gefrässige Insekten
  • [H2] Radikale Pestizide
  • [H2] Säen statt Spritzen
  • [H2] Die Idee des Lockangebots – Blühende Blumen für natürliches Gleichgewicht
  • [H2] Messbarer Erfolg
  • [H2] Blühende Lebensräume
  • [H2] Gemeinsame Forschung für Blühstreifen
  • [H2] Impressum:
  • [H2] ⠀
  • [H3] Das Feld mit vollen Weizen, Roggen- oder Gerstenähren ist eindrücklich und war seit je der Stolz vieler Bauern im traditionellen wie modernen Anbau.
  • [H3] Doch so ein Feld ist keine Selbstverständlichkeit.
  • [H3]
  • [H3]  
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  • [H3]  
  • [H3] Diese Nervengifte wirken radikal, sie greifen alle Insekten und Kleinlebewesen an. Sie vernichten nicht nur Schädlinge…
  • [H3] sondern auch weitere Insekten. Also jene Insekten, wie Marienkäfer, Flor- und Schwebefliegen, welche die Schädlinge wirkungsvoll bekämpfen und dazu für ein gesundesBodenklima sorgen.
  • [H3] Pestizide retten zwar Ernten, tragen aber mit über 12% zum weltweiten Insektensterben bei und schädigen so massgebend der Biodiversität. Alternativen sind gefragt.
  • [H3] Was Mirjam Lüthi zum ersten Mal sät, daraufvertrauen 2019 schweizweit bereits rund 700 Bäuerinnen und Landwirte:
  • [H3] Auf insgesamt 145 Hektaren säten sie Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge.
  • [H3] Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge
  • [H3] Vom Blühstreifen befliegen die Nützlinge den angrenzenden Acker, befallen dort die Schädlinge, damit diese nicht überhandnehmen. Aber nicht mit der radikalen Methode der Pestizide, die Schädlinge und Nützlinge im Acker vernichten.
  • [H3] Vielmehr sorgen die Nützlinge ● für nachhaltiges Gleichgewicht. Sie legen Eier in die Larven der Schädlinge ● oder fressen sie. Doch nur so viele, dass im Acker kein Ernteschaden entsteht, sie jedoch weiterhin Schädlinge verköstigen können.
  • [H3] Dazu hat Agroscope zur Auswahl der Blütenpflanzenspezielle Feld- und Laborstudien durchgeführt.
  • [H3] Blühstreifen für Nützlinge im Obstbau
  • [H3] Blühstreifen für Mensch und Natur im Rebbau
  • [H4] Das Lockangebot ist der Nektar der Blüten, den die Nützlinge als vegetarische Abwechslung schätzen. Dabei helfen die auch die Pollen der Blumen zu verbreiten.
  • [H4] Mirjam Lüthi ist also eine der rund 700 Bäuerinnen und Landwirte, die aufBlühstreifen setzen. Was sie und andere Landwirte darüber urteilen.Und was Agroscope-Agronomin Katja Jacot über ihre Zusammenarbeit mitden Bauern sagt.
  • [H4] Mirjam Lüthi-Probst
  • [H4] Thomas Wüthrich
  • [H4] Christian Forster
  • [H4] Katja Jacot
  • [H5] Insekten, wie die Schwarze Bohnenlaus beispielsweise knabbert die Blüten der Ackerbohne an.
  • [H5] Lässt man den Läusen freien Lauf, so kann die Ernte Einbussen bis 50% erleiden. Weil sie an den Trieben und Blüten saugen und sie so verkümmern lassen.Die Läuse scheiden dazu zuckerhaltigen Honigtau aus, wodurch die Blätter anfällig für die Schokoladenflecken-Krankheit werden.
  • [H5] Blattläuse befallen auch die krautige Kartoffelpflanze, was die Knollen beeinträchtigt, wenn sie über die Blätter gefährliche Viren an die Knollen weitergeben.
  • [H5] Und die Getreideblattläuse machen sich vor allem über die Ähren her. Wegen ihrer starken Vermehrung können sie zu  einem hohen Ernteverlust führen. Der von ihnen ausgeschiedene klebrige Honigtau, zieht die Schwärzepilze an, welche die Pflanze bei der Umwandlung des Sonnenlichts beeinträchtigt.
  • [H5] Verschiedene Getreidearten, vor allem Weizen und Gerste, werden von Getreidehähnchen befallen.Aktiv sind im April bereits die Käfer, welche Löcher in die Gräser fressen. 
  • [H5]  
  • [H5] Nach deren Paarung verursachen jedoch die Larven den Hauptschaden. Sie schlüpfen aus den ca. 300 Eiern, welche ein Käferweibchen an die Blätter abgelegt hat. Bereits eine Larve, die sich auf einem Blatt des Getreidehalms gütlich tut, kann den Ertrag dieser Pflanze um 10 Prozent verringern.
  • [H5] Auf dem Kohlacker führt schliesslich die Raupe des Kohlweisslings oder der Kohleulen zu enormen Ernteausfällen, falls sie nicht in Schach gehalten wird.
  • [H5] Auf einem drei Meter breiten Streifen entlang des Ackers in Bellach streut Mirjam Lüthi Samen einer besonderen Mischung von Wild- und Kulturpflanzen.
  • [H5] Es ist die Samenmischung, die Katja Jacot mit ihrem Team von Agroscope entwickelte. 
  • [H5] Aus dieser Mischung blühen in ein paar Wochen die ersten Pflanzen des Blühstreifen für Nützlinge.
  • [H5] Aufteilung der Ackerbaubetriebe auf die Kantone, deren Landwirte am meisten auf Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge setzen. Betrifft das Jahr 2019
  • [H5] Verteilung der Blühstreifen-Hektaren im Ackerbau auf die Kantone, deren Landwirte 2019 am meisten auf diese Blühstreifen setzen.
  • [H5] Blühstreifen dienen der Biodiversität als natürliches Pflanzenschutzmittel im Ackerbau und als Nahrung für Insekten. Denn sie bieten den Bestäubern und anderen Nützlingen eine reichhaltige Nahrung. Je nach Ziel gibt es dazu unterschiedliche Saatmischungen:
  • [H5] Die Blühstreifen gehören zu den Biodiversitätsförderflächen, die vom Bund seit 2015 mit Beiträgen an die Bauern gefördert werden.
  • [H6] Angelockte Insekten halten die Schädlinge im bestellten Acker in Schach, so dass auf gewisse Pestizide meist verzichtet werden kann. Es sind ausgewählte Wild- und Kulturpflanzen eines Blühstreifens, welche diese Insekten anziehen.
  • [H6] Aus dem Blühstreifen für Nützlinge schwärmen sie in den angrenzenden Acker, legen ihre Eier in die Schädlinge oder fressen sie. Mit grösster Wirkung bis zu 60 Meter weit. 
  • [H6] Sie reduzieren die Schädlinge derart, dass die Ackerpflanzen viel weniger Schaden nehmen. Sie sorgen fürs natürliche Gleichgewicht der Kleinlebewesen und die Fruchtbarkeit des Bodens.
  • [H6] Es braucht die Pflege, mitunter auch Glück beim Wetter und vor allem die Eindämmung von Insekten und Mikroorganismen, die auch ein grosses Interesse an den Früchten des Ackers haben.
  • [H6] Denn Monate bevor die Bauern Getreide, Kartoffeln, Bohnen oder Kohl vom Acker ernten, bieten die heranwachsenden Kulturpflanzen ideale Ernährung für Schädlinge, die sich an deren Blättern, Blüten und Früchten laben wollen.
  • [H6] Schädlinge werden die Bauern heute teils mittels Pestizide los. Auch Mirjam Lüthi-Probst besprühte damit Jahr für Jahr ihre Äcker mit der Feldspritze.
  • [H6] Doch sie hatte Vorbehalte. Die versprühten Pestizide waren zwar wirksam, doch das darin enthaltene Nervengift sorgt für Nachteile.
  • [H6] Als engagierte Bäuerin und ausgebildete Agronomin suchte Mirjam Lüthi-Probst nach einer Alternative. Statt zum Pestizid greift sie jetzt zum Saatgut, das ihr Katja Jacot empfohlen hat.
  • [H6] Die Blüten dieser Wild- und Kulturpflanzen locken die Nützlinge auf den drei Meter breiten Streifen.
  • [H6] Die Breite des Blühstreifens sowie die ausgewählten Wild- und Kulturpflanzen sind massgebend, dass genügend Nützlinge angelockt werden, um die Schädlinge im Acker unter die Schadschwelle einzudämmen.
  • [H6] Steht der Blühstreifen für Nützlinge rund zwei Monate nach der Aussaat in voller Blüte, dann erfreut die Farbpracht nicht nur das Auge. Die angelockten Nützlinge haben inzwischen auf den Äckern volle Arbeit geleistet, wie das Agroscope in Studien nachweisen konnte.
  • [H6] Seit Bäuerinnen und Landwirte Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge einsetzen, haben die Anbauflächen seit 2015 stets zugenommen. Von 116 Hektaren auf 145 Hektaren Blühstreifen im Jahre 2019. Säten zu Beginn 449 Betriebe Blühstreifen an, so waren es 2019 immerhin deren 695.

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